
Lange wurde auf diesen Moment gewartet, nun war es endlich soweit: die neue Glocke für die St. Nicolaikirche in Hullersen ist gegossen worden. Zu diesem Ereignis machte sich vor kurzem eine Gemeindegruppe auf den Weg in die Glockenstadt Gescher um beim Guss, der traditionell immer um 15 Uhr, also zur Todesstunde Jesu, stattfindet, dabei zu sein.
Zunächst wurde die Gruppe durch die Glockengießerei "Petit & Gebr. Edelbrock" geführt und erhielt interessante Einblicke in die Herstellung einer Glocke, die sich über die Jahrhunderte kaum verändert hat und noch echte Handwerkskunst ist.
Die technischen und praktischen Vorarbeiten begannen schon drei Monate vor dem Guss mit der Produktion des Glockenkerns, sowie der sog. „falschen Glocke“ und des Glockenmantels.
Am Tag des Gusses wurde die Bronze, in diesem Fall waren es 320 kg, bestehend aus 80 % Kupfer und 20 % Zinn, auf über 1000 Grad erhitzt. Zunächst rührte ein Mitarbeiter, ebenfalls nach alter Tradition, die glühendheiße Masse nochmals mit einem Erlenstamm um, dann floss die rotglühende Bronze in die vorbereitete, in der Erde vergrabene Lehmform.
Der Guss selbst dauerte nur wenige Minuten, in denen sich eine gespannte Stille in der Werkshalle ausbreitete. Im Anschluss sangen alle Anwesenden das Lied „Großer Gott, wir loben dich“.
Nun muss die Glocke einige Tage auskühlen, dann werden die Glockengießer die Glocke freilegen und reinigen. Danach wird die Glocke in Schwingung und damit zum Klingen gebracht. Erst dann weiß man, ob der Guss wirklich gelungen ist und der Ton der Glocke das gewünschte c´´ ist. Es bleibt also spannend.
Auf der Rückfahrt im Bus trug Inge Mühlbach noch eindrücklich einige Auszüge aus dem Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich Schiller vor, das mit den Worten endet „Friede sey ihr erst Geläute“ – das, was die Welt gerade in dieser Zeit so dringend braucht.
Hier sind ein paar Bilder von der Glockenfahrt und dem Glockenguss zu sehen:
Die technischen und praktischen Vorarbeiten begannen schon drei Monate vor dem Guss mit der Produktion des Glockenkerns, sowie der sog. „falschen Glocke“ und des Glockenmantels.
Am Tag des Gusses wurde die Bronze, in diesem Fall waren es 320 kg, bestehend aus 80 % Kupfer und 20 % Zinn, auf über 1000 Grad erhitzt. Zunächst rührte ein Mitarbeiter, ebenfalls nach alter Tradition, die glühendheiße Masse nochmals mit einem Erlenstamm um, dann floss die rotglühende Bronze in die vorbereitete, in der Erde vergrabene Lehmform.
Der Guss selbst dauerte nur wenige Minuten, in denen sich eine gespannte Stille in der Werkshalle ausbreitete. Im Anschluss sangen alle Anwesenden das Lied „Großer Gott, wir loben dich“.
Nun muss die Glocke einige Tage auskühlen, dann werden die Glockengießer die Glocke freilegen und reinigen. Danach wird die Glocke in Schwingung und damit zum Klingen gebracht. Erst dann weiß man, ob der Guss wirklich gelungen ist und der Ton der Glocke das gewünschte c´´ ist. Es bleibt also spannend.
Auf der Rückfahrt im Bus trug Inge Mühlbach noch eindrücklich einige Auszüge aus dem Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich Schiller vor, das mit den Worten endet „Friede sey ihr erst Geläute“ – das, was die Welt gerade in dieser Zeit so dringend braucht.
Hier sind ein paar Bilder von der Glockenfahrt und dem Glockenguss zu sehen: